In vielen Werkstätten erfolgt die Kostenschätzung noch manuell; dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Fertigungsphasen und Bearbeitungszeiten mit professioneller Genauigkeit unter Verwendung von Fabriqer definieren.
Wenn Sie einen Betrieb führen, ist dies die Frage, die über Ihre Marge entscheidet: Wie viel müssen Sie für die Maschinenstunde berechnen, um Geld zu verdienen? Die kurze Antwort: Es hängt von Ihrer Maschine, Ihrer Auslastung und Ihren Strukturkosten ab — und in den meisten Betrieben ist dieser Wert veraltet.
Dies sind die Verkaufspreise pro Stunde, die im spanischen Markt üblicherweise gehandelt werden:
Diese Zahlen sind Verkaufspreise pro Stunde, keine Kosten. Die Differenz zwischen beiden ist Ihre Marge— deshalb steht die korrekte Kostenberechnung an erster Stelle.
Der Maschinenstundensatz berechnet sich so: (Abschreibung + Finanzierung + Fläche + Energie + Wartung + Werkzeuge + zurechenbare Personalkosten + Gemeinkosten) ÷produktive Stunden pro Jahr.
Der teuerste Fehler liegt nicht in den Kosten, sondern in den produktiven Stunden. Ein Jahr hat 1.750–1.800 Arbeitsstunden pro Schicht, aber zwischen Rüsten, Wartung, Auslastungslücken und Ausschuss produziert die Maschine real 60–75 % davon. Wenn Sie Ihre Kosten durch 1.800 Stunden teilen, aber nur 1.200 produzieren, verkaufen Sie jede Stunde 33 % billiger, als Sie denken.
Die Bearbeitungsphasen und ihre Zeiten sauber zu definieren ist es, was Ihnen zeigt, wie viele Stunden jede Maschine wirklich produziert.
Für ein Bearbeitungszentrum für 250.000 € im Einschichtbetrieb: Abschreibung 31.250 €, Finanzierung 4.500 €, Fläche 2.250 €, Energie 5.040 €, Wartung 10.000 €, Werkzeuge 9.000 €, zugerechnete Personalkosten 17.500 € und Gemeinkosten 12.000 €. Gesamt: 91.540 € pro Jahr.
Mit 1.400 realen produktiven Stunden liegen die Kosten bei 65,40 € pro Stunde. Wenn Sie die Stunde für 60 € verkaufen, „weil das alle verlangen“, verlieren Sie mit jedem Teil Geld.
Den Stundensatz zu berechnen ist eine Übung, die Sie ein- oder zweimal im Jahr machen. Die Zeiten jedes Bauteils schätzen Sie jeden Tag — und genau dort wird jedes technische Angebot gewonnen oder verloren. Die Zeiten-KI von Fabriqer analysiert das Bauteil und schätzt die Bearbeitungszeit konsistent, damit der mühsam kalibrierte Stundensatz auf verlässliche Zeiten angewendet wird, nicht auf Bauchgefühl. Erfahren Sie, wie die KI-basierte Berechnung von Bearbeitungszeiten funktioniert.
Möchten Sie es mit Ihren eigenen Teilen sehen? Fordern Sie eine Fabriqer-Demo an und bringen Sie zwei oder drei reale Zeichnungen mit.
Als Marktreferenz zwischen 35 und 95 €/h, je nach Maschinentyp: 2-Achsen-Drehmaschinen am unteren Ende der Spanne, 5-Achsen-Zentren am oberen.
Indem Sie Abschreibung, Finanzierung, Fläche, Energie, Wartung, Werkzeuge, zurechenbare Personalkosten und Gemeinkosten addieren und durch die realen produktiven Stunden des Jahres teilen, nicht durch die theoretischen.
Mindestens einmal im Jahr — und immer dann, wenn sich ein Strukturkostenfaktor ändert: Energiepreiserhöhung, neuer Tarifvertrag oder Kauf einer neuen Maschine.